Eine neue Stiftung ohne Webauftritt — und ein Modell, das erklärt werden will
VRM Gebäudetechnik ist seit Anfang 2026 operativ: eine Vorsorgestiftung, die Mitarbeitenden im Gebäudetechnik-Gewerbe den gleitenden Übergang in den Ruhestand ermöglicht. Bis zum Start gab es keine eigene Website — und ein Modell, das nicht selbsterklärend ist. Alle zahlen ein, doch nur ein Teil hat Anspruch. Zwei Zielgruppen, Arbeitnehmende und Unternehmen, brauchen ganz unterschiedliche Antworten, bevor 2027 die ersten Beiträge starten.
Stiftung & Auftrag
- Vorsorgestiftung für das Gebäudetechnik-Gewerbe · Wallisellen ZH
- Vorruhestandsmodell mit teilweisem Lohnausgleich ab 60
- Zwei Zielgruppen: Arbeitnehmende und Unternehmen
Projekt
- Konzeption, UX und Webdesign von Grund auf
- Eigenes Redaktionssystem, auf VRM zugeschnitten
- KI-Bildwelt im Marken-Look · KI-Übersetzung DE/FR/IT
Resultat
- Funktionierender Prototyp vor der Unterschrift
- Dreisprachig live, weitere Sprachen per KI geplant
- 98/100 PageSpeed, das Team pflegt selbst
Was dieses Projekt anspruchsvoll machte
Die Hürde lag nicht in der Technik, sondern in der Verständlichkeit. Die Anspruchsregeln sind dicht: wer wie lange im Gewerbe war, entscheidet über den Anspruch. Eine Mitarbeiterin sucht andere Antworten als ein Geschäftsführer, der die Beiträge seiner Firma einordnen will. Beides musste auf einer Seite Platz finden, ohne zu überfordern.
Dazu kamen drei Amtssprachen mit rechtlich präziser Vorsorge-Terminologie und ein frisch gewählter Geschäftsführer, der seinen Stiftungsrat überzeugen musste. Begriffe wie «vorzeitige Pensionierung» waren aus rechtlichen Gründen tabu.
Warum ein Prototyp vor der Unterschrift den Ausschlag gab
Schon vor jedem Vertrag stand ein funktionierender Prototyp — inklusive eines Rechners, der die Vorsorge-Leistung live berechnet. VRM sah nicht eine Präsentation, sondern eine bedienbare Website. Das nahm der Stiftung das Risiko und gab der Entscheidung eine Grundlage. Die erste Reaktion auf den Prototyp: «Voll geil – gefällt mir natürlich super.» Kurz darauf wählte der Stiftungsrat Noevu.
Februar 2026: ein bedienbarer Prototyp mit Echtzeit-Rechner — bevor ein Vertrag stand. VRM entschied sich für dieses Layout; verfeinert wurde später vor allem die Farbwelt.
Auf dem Tisch lagen zwei Design-Routen. Eine Variante setzte auf ein neues Motiv, die andere blieb beim ursprünglichen Layout. Als die neue Route nicht recht passte, wurde nicht verteidigt, sondern angepasst: zurück zum ersten Layout, die neuen Funktionen für Rechner und FAQ behalten, die Farben geschärft — innert Tagen. Ein moderner, KI-steuerbarer Aufbau macht solche Kehrtwenden günstig.
Eine Plattform, die VRM selbst steuert
Das Herzstück ist ein Rechner, der die voraussichtliche Vorsorge-Leistung Schritt für Schritt ermittelt. Wer Parameter anpasst, sieht das Ergebnis sofort — keine Formulare zum Einsenden, keine Wartezeit. Genau diese letzte, live veränderbare Ansicht hat der Geschäftsführer in seiner Vorstellung an den Stiftungsrat besonders hervorgehoben.
Auf die häufigen Fragen antwortet ein durchsuchbarer FAQ-Bereich mit 118 Einträgen. Ein Suchfeld filtert in Echtzeit und ist dabei nachsichtig: Wer «lohne» tippt, findet auch «Löhne». Treffer werden hervorgehoben, die passende Antwort klappt von selbst auf. Diese Suche hatte sich die Stiftung gewünscht — und sie war wenige Tage später live.
Hinter der Website steht ein Redaktionssystem, das eigens für VRM gebaut wurde. Das Team ändert Inhalte selbst, ohne Entwickler. Ein Abschnitt lässt sich ausblenden, statt ihn zu löschen — nichts geht verloren. Dokumente liegen in einem zentralen Bereich, pro Sprache hochgeladen und nach Kategorien sortiert. Und eine Übersetzung entsteht per Klick.
Jede Seite trägt einen klaren Status — Entwurf oder veröffentlicht. Gelöschtes landet im Papierkorb und lässt sich wiederherstellen. Nichts geht verloren.
Besonders praktisch: die Live-Vorschau. Wer einen Abschnitt bearbeitet, sieht die Änderung sofort neben dem Editor — so wird jede Anpassung nachvollziehbar, bevor sie online geht.
Eine Funktion entstand, ohne dass jemand danach gefragt hatte: QR-Codes für gedruckte Unterlagen. Statt einer nackten Adresse zeigt jeder Code, welcher Flyer oder welches Plakat tatsächlich Besuche bringt — datensparsam, ohne persönliche Daten zu sammeln. So sieht die Stiftung, welche Aktion wirkt.
Auch Aktuelles pflegt das Team selbst: ein eigener News-Bereich hält Mitarbeitende und Firmen auf dem Laufenden — in allen drei Sprachen.
Die ganze Website auf Französisch und Italienisch — mit KI
Deutsch, Französisch, Italienisch: drei Amtssprachen gehören für eine Schweizer Vorsorgestiftung zum Pflichtprogramm. Die komplette Übersetzung entstand per KI — geerdet an der Terminologie der Schwesterstiftungen, damit jeder Fachbegriff sitzt. Dank Payload, einem CMS, das besonders gut mit KI zusammenspielt, liess sich die ganze Seite an einem Tag übersetzen. Vor der Freigabe prüft VRM jeden Text im Redaktionssystem. Weitere Sprachen, etwa Türkisch, lassen sich später nach derselben Methode ergänzen.
Bei einem Vorsorge-Modell trägt jedes Wort Gewicht. Ein falsch übersetzter Fachbegriff kann eine Erwartung wecken, die rechtlich nicht gedeckt ist. Genau deshalb wird jede Übersetzung im Redaktionssystem geprüft, bevor sie online geht.
Einheitliche KI-Bilder im Corporate Design der Stiftung
Damit die Bilder zur Stiftung passen, entstand eine eigene KI-Bildwelt im Marken-Look — Szenen aus dem Gebäudetechnik-Alltag statt austauschbarer Archivbilder. Konsistent, jederzeit erweiterbar und ohne wiederkehrende Foto-Shootings.



Diese Bilder verwaltet VRM im selben Admin — mit Beschreibungen für Suchmaschinen und Bildschirmleser, sortiert nach Kategorien. Auch hier gilt: pflegen, ohne Entwickler.
Dazu kommen kurze Erklärvideos: KI-produzierte Motion-Graphics führen durch Themen wie Anspruch, Anmeldung und HR-Compliance — verständlich in ein, zwei Minuten, ohne teures Filmteam.
Was schon am ersten Tag messbar ist
Die Plattform ist frisch aufgeschaltet — Besucherzahlen folgen erst. Was sich heute schon belegen lässt, ist die technische Qualität. Google bewertet jede Website öffentlich in vier Kategorien und liefert damit einen neutralen Beweis.
Was heute schon zählt
Im Klartext: Die Seite ist auch auf einem älteren Handy sofort da, sie funktioniert für Menschen mit Bildschirmleser, sie folgt aktuellen Sicherheits-Standards und Suchmaschinen finden jeden Inhalt zuverlässig. Der vollständige Bericht ist öffentlich bei Google PageSpeed Insights einsehbar.
Die Reaktion zum Go-Live
Vor dem Aufschalten arbeitete der Stiftungsrat eine letzte Feedback-Liste ab und sah jeden Punkt zügig erledigt. Die Reaktionen auf die fertige Plattform fielen deutlich aus.
Hammer — ich freue mich sehr, die Seite sieht genial aus. Nach einer intensiven und ausgesprochen produktiven Zusammenarbeit läuft alles rund; die neue Webseite präsentiert die Stiftung modern und zugänglich. Herzlichen Dank für den enormen Effort — sehr geschätzt.
Was dieses Projekt funktionieren liess
Drei Vorentscheidungen trugen das Projekt. Funktionierende Software vor der Unterschrift nimmt dem Kunden das Risiko — er entscheidet anhand einer bedienbaren Seite, nicht anhand von Folien. Schnelle, ego-freie Anpassung schlägt das Verteidigen der ersten Idee, sobald eine Route nicht passt. Und ein Redaktionssystem, das mitwächst, macht das Team unabhängig — und die Plattform bereit für weitere Stiftungen. 25 Jahre Erfahrung stecken in genau diesen Vorentscheidungen.
Go-Live ist nur der Anfang. Als Nächstes kommen weitere Sprachen per KI, und ein KI-Chat-Assistent ist geplant. Dieselbe Grundlage trägt künftig auch weitere VRM-Stiftungen — eine Plattform, die heute überzeugt und in drei Jahren noch stärker dasteht. Wer vor einem ähnlichen Schritt steht, findet unter Website erstellen lassen den Einstieg.



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Häufig gestellte Fragen
Was ist VRM Gebäudetechnik?
VRM Gebäudetechnik ist eine Vorsorgestiftung für das Gebäudetechnik-Gewerbe. Sie ermöglicht Mitarbeitenden ab 60 einen gleitenden Übergang in den Ruhestand — mit teilweisem Lohnausgleich, getragen von Arbeitgebern und Arbeitnehmenden gemeinsam.
Warum eine eigene Plattform statt eines Templates?
Ein Template hätte das komplexe Vorsorge-Modell in eine fremde Struktur gezwängt. Die eigene Plattform gehört VRM, lässt sich per Klick in weitere Sprachen übersetzen und vom Team selbst pflegen — ohne Entwickler für jede Änderung. Die gleiche Grundlage trägt später auch weitere VRM-Stiftungen.
Wie schnell lässt sich eine mehrsprachige Website umsetzen?
Die Übersetzung der gesamten VRM-Website auf Französisch und Italienisch entstand in einer einzigen Arbeitssession per KI. Jeder Begriff wird vor der Freigabe im Redaktionssystem geprüft — die Stiftung behält die Kontrolle über die rechtlich heikle Vorsorge-Terminologie.
Was kostet eine solche Vorsorge-Plattform?
Das hängt von Umfang, Sprachen und Zusatzfunktionen ab. Für jedes Projekt entsteht eine verbindliche Fixpreis-Offerte — klarer Leistungsumfang, keine Überraschungen. Eine erste Orientierung gibt es ab etwa CHF 8'000, je nach Bedürfnissen.












